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Literatur pur
Ein literarischer Vormittag mit Autor Markus Orths
Am Mittwoch, den 04.02.26, war kein geringerer als Bestsellerautor Markus Orths zu Gast am Ludwig-Marum-Gymnasium Pfinztal, wo er für die fünfte und sechste Klassenstufe aus seinen Kinder- und Jugendromanen vorlas und mit der Jahrgangsstufe eins darüber hinaus in regen Austausch über Literatur trat.
Die drei fünften Klassen waren die ersten des Tages, die das Vergnügen hatten, mit Markus Orths in eine seiner erschaffenen Welten einzutauchen, in die der "Crazy Family". Nach kurzer Begrüßung, Vorstellung seiner Person sowie der Nachfrage, wer denn die "Crazy Family" schon kenne - woraufhin sich einige der Schüler:innen eifrig meldeten –, stieg er direkt mit dem ersten Band der bisher 4-bändigen Reihe ein, indem er sehr lebhaft und mitreißend die Namensfindung der vier Kinder der Familie Hackebart vorlas. Unterstützend wurden Bilder des Illustrators an die Wand geworfen. Danach erläuterte der Autor im Austausch mit den Kindern die verschiedenen, nicht gerade alltäglichen Charaktere der Familie, um dann mit einer lustigen und zugleich spannenden Szene während einer Auktion aus dem vierten Band die jungen Zuhörer:innen in seinen Bann zu ziehen, nicht zuletzt damit, dass er durch einen mitgebrachten Auktionshammer die Szenerie noch lebendiger im Klassenzimmer erscheinen ließ. Nach genügend Zeit für das Beantworten neugieriger Fragen, beispielsweise wie lange er für ein Buch brauche, wann der nächste Band herauskäme oder wie viele Bände denn noch geplant seien, gab es für alle ein Lesezeichen, auch mit persönlicher Signatur, und für die Kinder, die Bücher mitgebracht hatten, gab es noch eine kleine Signierstunde mit persönlichen Widmungen. Alles in allem ein tolles Erlebnis für unsere Fünftklässler - unbedingt wiederholenswert!
Bei der Lesung seiner Erzählung „Das große O“ fesselte der Autor die Schülerinnen und Schüler der ersten Jahrgangsstufe bis zur letzten Minute, wo die Pointe für gehöriges Gelächter sorgte. Schnell kamen Autor und Publikum darauf ins Gespräch, das allmählich von Fragen über stilistische Entscheidungen und den Schreibprozess zu solchen über den Berufsalltag des Autors, die Gestaltung der Zusammenarbeit mit dem Verlag sowie finanzielle Aspekte überging. Offen stand Orths Rede und Antwort – und hatte auch einiges zu sagen, beispielsweise über die changierenden Grenzen zwischen autobiographischer, autofiktionaler und rein fiktionaler Epik oder über rechtliche Abwägungen im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und der Unantastbarkeit der Menschenwürde. Zum Abschluss las der Autor einen Abschnitt aus seinem Beststeller „Lehrerzimmer“ vor, einer Satire auf die Unzulänglichkeiten des Schulbetriebs: überspitzt, bissig, tragikomisch.
Viel zu schnell war die Zeit vorbei, aber die Lust aufs Lesen ist geblieben: Vielen Dank, Markus Orths, für diese lebendige Begegnung mit Literatur!